Archiv der Kategorie: Reisetipps und -hinweise

Parco degli Acquedotti – Rom

Blick auf die antiken Aquädukte im Parco degli Acquedotti in Rom.


Meiner bescheidenen Menung nach immer noch eine der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten Roms.

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Eindrücke aus Ravenna

Sehr sehenswerte Stadt mit langer Geschichte und großer Altstadt. Zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert war Ravenna erst die Hauptstadt des Weströmischen Reiches, dann die Hauptstadt des Gotenkönigs Theoderich und zuletzt des Byzantinischen Reiches in Europa. Aus dieser Zeit sind noch viele Gebäude und Kunstwerke erhalten, an erster Stelle die Mosaike, welche Weltkulturerbe der Unesco sind, und die sehr sehenswerten Kirchenbauten.

Hier ein paar Eindrücke:

  
Piazza del Popolo, der zentrale Hauptplatz der Stadt

  
Sant’Apollinare Nuova

  Sant’Apollinare in Classe
Noch vor den ganzen Hauptstadtgeschichten war Ravenna ein wichtiger römischer Militärstützpunkt, der Hafen von Classe war der zweitgrößte Flottenstützpunkt des Römischen Reiches.

Ravenna war einst wohl eine Lagunenstadt, ähnlich wie Vendig es heute noch ist. Natur und Mensch haben dafür gesorgt, dass das Meer heute mehrere Kilometer von der Stadt entfernt ist, auch von den Flüssen, die die Stadt einst durchquerten, sind heute keine Spuren mehr zu sehen. Ein par Strassennamen erinnern noch an sie. Auch der Hafen von Classe existiert nicht mehr, wenn man von den Ausgrabungen absieht.

Bed&Breakfast in der Toskana

Uneigennützige Werbung zum Vorteil derjenigen, die sowohl über dieses Blog stolpern als auch durch die Toskana reisen: An der Grenze zu Ligurien, oberhalb von Sarzana leicht ausserhalb des schönnen mittelalterlichen Ortes Fosdinovo gelegen befindet sich das Bed&Breakfast Le Stelle sul Mare von Massimo.

In einem komplett renovierten Haus in toller Hanglage mit Blick auf den Golfo dei Poeti befinden sich drei Zimmer zumm Übernachten und ein schönes Frühstückszimmer mit herrlichem Ausblick. Und darüber hinaus ist Massimo auch noch ein toller Gastgeber, mit dem man sich herrlich unterhalten kann und der immer für Tipps und Ratschläge zur Verfügung steht.

Weitere Infos findet der interessierte Reisende direkt auf der HP: http://www.lestellesulmare.com

Gute Reise und gutes Bett und Frühstück!

Catania 

Auf dem kurzen Abschnitt der Via Etnea, welche die Piazza Duomo und die Piazza dell’Università verbindet, befindet sich rechterhand ein Cafè, den Namen habe ich mir leider nicht gemerkt. Es ist aber das Einzige.

Dort unbedingt eine Granita con brioche zu sich nehmen, das dortige Frühstück (gibt es aber auch am Nachmittag). Es handelt sich um ein Hefegebäck, welches leicht angewärmt wurde, welches man in die Granita tunkt. Diese ist einem Sorbet ähnlich. Seht dazu auch https://de.m.wikipedia.org/wiki/Granita, dort ist auch ein Foto zu finden.

Ich selbst war einfach zu überwältigt, als dass ich auf die Idee gekommen wäre, den Fotoapparat auszupacken…. Himmlisch! Und so gut nicht wieder gefunden.

Und jetzt alle ab nach Sizilien!

Rom – Parco degli Acquedotti

Um die letzte Jahrtausendwende herum verbrachte ich insgesamt zwei Jahre in Rom (bei der vorletzten Jahrtausendwende war ich noch nicht volljährig und durfte noch nicht alleine einreisen, Rom allerdings war schon deutlich über 1800 Jahre alt) und verlor mein Herz an die Ewige Stadt. Aus meiner Diplomarbeit heraus habe ich die Homepage Discover Rome entwickelt, welche sich den (unbekannten) Sehenswürdigkeiten Roms ausserhalb der Stadtmauern widmen. Eine meiner bevorzugten möchte ich heute hier vorstellen: den Park der Aquädukte.

Der Park der Aquädukte

Der Park der Aquädukte (so sein Name auf deutsch) ist sicherlich einer der beeindruckendsten öffentlichen Parks in Rom. Er wird geprägt durch die majestätischen Bögen der zwei Aquädukte, die ihn auf kompletter Länge durchqueren. Sie sind zum Teil hervorragend erhalten, in einer der beiden Linien fließt sogar heute noch Wasser ins Zentrum von Rom.

Um es genau zu nehmen, verlaufen bzw. verliefen hier nicht nur zwei Aquädukte. Man sieht zwar auf den ersten Blick nur zwei Linien bzw. Strukturen, aber die verschiedenen Aquädukte, welche Wasser aus den umliegenden Bergen nach Rom brachten, wurden hier gebündelt und verliefen übereinander.

Stadteinwärts verläuft somit zur Rechten (die niedrigere Struktur) die sogenannte Aqua Marcia (begonnen im Jahr 144 v. Chr. vom Prätor Marcius Rex), auf welche später dann die Aqua Tepula (125 v. Chr.) und die Aqua Iulia (33. v. Chr.) verlegt wurden. Die Acqua Marcia wurde 1869 restauriert und seitdem fließt wieder Wasser durch ihre Röhre in die Stadt.
Die Leitungen lagen so weit wie möglich unterirdisch, nur zur Überquerung von Wasserläufen oder Tälern kamen sie ans Tageslicht bzw. dann erst in Stadtnähe. Dies kann man am Verlauf der Aqua Marcia gut sehen – der Aquädukt kommt erst ungefähr in der Parkmitte aus dem Erdboden heraus, sein unterirdischer Verlauf ist allerdings gekennzeichnet.

Zur Linken befinden sich die majestätischen Bögen der Aqua Claudia; 154 Bögen sind hier hintereinander erhalten geblieben und prägen die Landschaft. Der Aquädukt wurde im Jahr 38 n. Chr. von Caligula begonnen und im Jahre 52 von Kaiser Claudius eingeweiht. Seine Bögen gewinnen an Höhe in Richtung Zentrum und erreichen beeindruckende 27 Meter in der Nähe der Via del Quadraro.
Zeitgleich wurde auf die Aqua Claudia die Aqua Anio Novus aufgesetzt. Somit brachten einst fünf Wasserleitungen in dieser Richtung Wasser ins antike Rom. An manchen Stellen kann man auch tatsächlich noch sehen, dass sich mehrere Leitungen auf den Bögen befanden, an den meisten Stellen sind die oberen Leitungen aber im Verlauf der Zeit verloren gegangen.

Der Claudia-Aquädukt mit seinen 154 Bögen

Folgt man dem langen Teilstück der Aqua Claudia (siehe Foto) Richtung Via delle Capannelle, so kann man dieser Straße nach links zur Villa dei Sette Bassi folgen. Im Park hingegen finden sich die Reste der Villa delle Vignacce.

Adresse: Via del Quadraro/Via Lemonia/Via delle Capanelle
Verkehrsmittel: Metro A Haltestellen Lucio Sestio, Giulio Agricola, Subaugusta, Cinecittà und dann zu Fuß oder mit dem Bus; mit dem Archeobus

Blick auf die 27m hohen Bögen und die Torre del Fiscale

Rom – Via dei Fori Imperiali wird verkehrsberuhigt

Von Samstag dem 3. August 2013 an wird die Straße, welche vom Kolosseum Richtung Piazza Venezia führt, für den privaten Verkehr geschlossen. Nur öffentliche Verkehrsmittel und Taxis werden dort weiterhin fahren dürfen.

Dies gilt für den Abschnitt vom Kolosseum bis zur Kreuzung der Via dei Fori Imperiali mit der Via Cavour. Der verkehrsberuhigte Straßenabschnitt soll nun fußgänger- und radfahrfreundlich umgestaltet werden. Touristen und Römer werden ab sofort die Kaiserforen ganz anders erleben können, von einer Seite auf die andere wechseln können, ohne ihr Leben zu riskieren 🙂

Ich wünsche dann mal viel Spaß beim schlendern!

Torsten

Die deutsche Presse hat mittlerweile auch darueber berichtet:

http://www.spiegel.de/reise/europa/rom-stoppt-verkehr-am-kolosseum-a-914651.html

http://www.spiegel.de/reise/europa/rom-naechtliches-volksfest-in-verkehrsberuhigter-innenstadt-a-914719.html